Aus „Papa Türk“ wird „Kussbrause“

Vor ca. zwei Jahren war das Getränk „Papa Türk„, das den Knoblauchatem nach dem Döner bekämpft, bei „Die Höhle der Löwen“ erfolgreich. Ralf Dümmel investierte in das Bremer Startup um Roman Will und Jan Plewinski 400.000 Euro für 30% der Unternehmensanteile. Nun heißt „Papa Türk“ seit Kurzem  „Kussbrause“ und hofft, damit einen breiteren Kundenstamm ansprechen zu können.

Die Idee zur Kussbrause entstand im Winter 2011 an einem Kneipenabend. Zwei Studenten und ihr Lieblingskebapverkäufer huldigen Deutschlands beliebtestes Fast-Food, den Döner: „Wir lieben dieses Essen einfach, doch der Knoblauch- und Zwiebelgeruch stört bei der Arbeit oder beim Feiern“. In Zusammenarbeit mit einer auf Lebensmitteltechnologie spezialisierten Hochschule entwickelten die beiden die Kussbrause. Der ursprüngliche Name Papa Türk war eine Hommage an ihren Lieblingskebapverkäufer, der auch auf der Flasche abgebildet wurde.

Das Besondere an dem Getränk, das in Bremen schon Kultcharakter hat, ist der grüne Farbstoff Chlorophyll. Dieser wird über die Zugabe von Brennnesseln, Luzernen und Gräsern dem Getränk beigemischt und neutralisiert so schlechten Atem und Körpergerüche. Nach dem Trinken benötigt man allerdings etwas Geduld, bis die erwünschte Wirkung eintritt. Die Brause überdeckt den Geruch nämlich nicht, sondern neutralisiert diesen über den körpereigenen Stoffwechsel. Aktuell gibt es die vier Geschmacksrichtungen Limette-Minze (Kussbrause Original), Grüntee-Citrus (Kussbrause Natural), Doppel-Apfel (Papa-Shisha) und Exotic (Papa-Shisha). Eine weitere Geschmacksrichtung, Maracuja-Melone-Himbeere, ist in Planung.

Die geruchsmindernden Getränke können übrigens nicht nur in norddeutschen Döner-Restaurants gekauft werden, sondern auch im überregionalen Lebensmitteleinzelhandel z.B. bei Edeka, Combi, Inkoop und bald auch Real. In den nächsten Wochen soll auch ein Crowdinvestment starten, wodurch jeder Anteilseigner an Kussbrause werden kann.