Reishunger wächst weiter durch eigene Umsätze

Vor fast zwei Jahren pitchten Sohrab Mohammad und Torben Buttjer bei der dritten Staffel des TV-Formats „Die Höhle der Löwen“ ihr Startup Reishunger. Ihre damalige Unternehmensbewertung von neun Millionen Euro erschien den Löwen zu hoch. Auf das Angebot von Frank Thelen, der statt 5 % ganze 20 % der Unternehmensanteile für sein Investment haben wollte, gingen Sohrab und Torben nicht ein. Trotz vieler Investorenanfragen ist die Gesellschafterstruktur bei Reishunger unverändert – Sohrab und Torben halten je 50%. Dafür haben sich viele andere Dinge bei Reishunger geändert…

So sieht es aktuell bei Reishunger aus

Im Jahr 2017 hat Reishunger nach eigenen Angaben die 5 Millionen Euro Umsatzmarke genackt. Zuvor hatte sich der Umsatz von 2015 auf 2016 verdoppelt. Einen wesentliche Rolle für das Wachstum dürfte dabei der bereits genannte TV-Auftritt gewesen sein. Kurz nach der Ausstrahlung im September sind bei Reishunger innerhalb von zwei Wochen 25.000 Bestellungen eingegangen, soviel wie vorher in zwei Monaten. Die Wirkung des Marketing-Effekts durch den TV-Auftritt lässt sich anhand der Entwicklung der Seitenaufrufe während der TV-Ausstrahlung ansatzweise erahnen. Hierzu hat Torben folgendes Video zur Verfügung gestellt:

Anfang 2017 ist Reishunger auch in ein größeres Büro am Bremer Hafen gezogen, und damit in direkter Nähe von zwei Lagern, wo auf knapp 1.400 Quadratmetern unternehmenseigene Produkte abgefüllt und verpackt werden. 50 Mitarbeiter arbeiten derzeit für das junge Unternehmen im Schichtbetrieb. Auch das Sortiment wurde auf inzwischen 300 Artikel ausgebaut: Neben Reis werden nun auch Getreide wie Hirse und Non-Food-Artikel (z.B. Essstäbchen, Bambusbretter und Reiskocher) angeboten. Zudem wird gerade daran gearbeitet, andere Lebensmittelgruppen aus Reis, z.B. Reischips, Reissirup und Reispapier, zu stärken.

Auch der stationäre Verkauf der Reishunger-Produkte soll künftig weiter zunehmen. Dafür führt das Startup gerade Tests in Bremer Pop-up-Stores durch. Der Hintergrund ist denkbar einfach: Im Lebensmittelbereich wird stationär mit Abstand das meiste Geld verdient. Deshalb können sich Sohrab und Torben ein ähnliches Ladenkonzept wie bei MyMuesli vorstellen. Derzeit stehen die papierbraunen Reisverpackungen des Startups in den Regalen einiger Edeka- und Rewe-Geschäfte sowie in Delikatessen- und Feinkostläden.

Ein Plädoyer für den Reis

Jeder Deutsche isst im Durchschnitt fünf Kilo Reis jährlich und damit vergleichsweise weniger als Menschen in den meisten anderen Ländern der Welt. Im Gegensatz zu den, in Deutschland beliebteren Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Brot und Nudeln, enthält Reis jedoch kein Gluten und wird daher von vielen Gluten-Allergikern bevorzugt. Abgesehen davon gibt es aber noch einige andere Argumente dafür, mehr Reis zu essen: Reis enthält sehr wenig Fett, aber wertvolle Kohlenhydrate, die vom Körper langsamer verarbeitet werden und deshalb länger satt machen. Auch B-Vitamine, die für Haut, Nerven und Stoffwechsel wichtig sind, kommen vermehrt in Reis vor. Zudem liefert Reis das Mineral Magnesium, das bei Stress-Abbau hilfreich ist. Da in der Reisschale viele Mineralstoffe und Vitamine enthalten sind, ist ungeschälter brauner Reis (Naturreis) gesünder als geschälter weißer Reis. Na, Appetit bekommen? Dann schau doch mal vorbei auf www.reishunger.de

Quelle: www.reishunger.de

 

Reishunger im StartupSpot NordWest