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Cellumation gewinnt Pitch-Wettbewerb beim 35. Deutschen Logistik-Kongress

Das Bremer Start-up Cellumation hat sich bei einem Pitch-Wettbewerb während des Deutschen Logistik-Kongresses in Berlin mit großem Abstand gegen ein hochkarätiges Bewerberfeld durchgesetzt. Das junge Unternehmen gewann mit einer Idee einer multidirektional arbeitenden, aus vielen Einzelmodulen bestehenden Sorterlösung „Celluveyor“.

Das flexibel einsetzbare Förder- und Positioniersystem basiert auf dem Ansatz der zellularen Fördertechnik. In den kleinen sechseckigen Modulen befinden sich speziell angeordnete Räder, die jeweils einzeln und gezielt angesteuert werden. So können mehrere Objekte gleichzeitig und unabhängig voneinander auf beliebigen Bahnen bewegt und positioniert werden. Celluveyor erledigt komplexe Materialflussaufgaben auf kleinstem Raum. Das System sei bereits erfolgreich in Produktion und Logistik getestet worden, berichtete CEO Hendrik Thamer. Im Frühjahr starte bereits der Realbetrieb.

Sechs junge Firmen waren mit sehr unterschiedlichen Lösungen zum Pitch angetreten. Die Bandreite reichte dabei von einer hochflexiblen Tourenplanung mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (XTL Kommunikationssysteme) über ein vielfältig nutzbares Mikro-Hub-Konzept für die letzte Meile (Smart Mile Solutions) bis hin zu einem Dohnenprojekt (Skycart), bei dem Pakete verschiedener Größen, mithilfe eines Universal-Adapters angedockt, mit ein und derselben Drohne befördert werden können.

Und auch die digitalen Ansätze kamen nicht zu kurz: Hier pitchten mit Patrick Theobald vom Start-up Peakboard und Max Lock von Fleet Logistics zwei Anbieter von Datenintegrations-Lösungen. Während bei Peakboard eine Blackbox die zentrale Komponente ist, ist es bei Fleet Logistics die Web-Plattform.

Ein interessanter Aspekt der Start-up-Sequenz war, dass sich die Beteiligten trotz der Wettbewerbssituation im Pitch intensiv mit den Geschäftsmodellen und Vorstellungen der anderen Teilnehmer auseinandersetzten. So nutzten Frank van Os vom Start-up Smart Mile Solutions und Lucas Wrede von Skycart die Gelegenheit, über eine mögliche Kombination der beiden Ideen nachzudenken. Denkbar sei etwa eine Erweiterung der Micro-Hubs von Smart Mile Solutions für die Belieferung mit Pakete und Päckchen per Drohne. So ließen sich beispielsweise besonders eilige Sendungen in das Konzept der Multi-User-Paketstationen einbinden.

Quelle: Deutsche Verkehrs-Zeitung