Corona-Krise: Finanzielle Unterstützung für Startups

Bedingt durch die aktuelle Corona-Situation kommt es bei vielen Startups zu Unterbrechungen in der Lieferkette, Personalausfall, Verzögerungen in der Produktentwicklung und inbesondere umfassenden Umsatzeinbußen. Noch dramatischer wird die Situation, wenn gerade eine Finanzierungsrunde abgeschlossen werden soll und die anvisierten Investoren nun “kalte Füße” bekommen. Sowohl der Bund, als auch die Länder Niedersachsen und Bremen wollen nun konkrete Unterstützungsprogramme aufsetzen, um regionalen Startups zu helfen, diese wirtschaftlich schweren Zeiten zu überbrücken.

Niedersachsen

Das Land Niedersachsen und die NBank des Landes planen aktuell zwei Förderprogramme. Hierbei handelt es sich zum einen um Kredite zur Liquiditätshilfe, zum anderen um einen Zuschuss des Landes für Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Zuschuss ist hierbei nach Anzahl der Beschäftigten gestaffelt: bis 5 Beschäftigte: 3.000 Euro; bis 10 Beschäftigte: 5.000 Euro; bis 30 Beschäftigte: 10.000 Euro; bis 49 Beschäftigte: 20.000 Euro. Dieser Zuschuss kann z. B. für Mietzahlungen oder Zinsverpflichtungen verwendet werden. Diese Hilfen stehen auch Start-ups zur Verfügung, wenn diese jünger als 5 Jahre sind. Das gilt auch, wenn diese vor Ausbruch der Corona-Krise noch keine schwarzen Zahlen geschrieben haben. Voraussetzung ist im Kern ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine positive Einschätzung der weiteren Unternehmensentwicklung.

Eine Antragstellung soll über das Kundenportal der NBank voraussichtlich ab 25.03. 15 Uhr möglich sein. Wird ein Antrag positiv beschieden, soll die Auszahlung kurzfristig erfolgen.

Bremen

Im Rahmen eines von der Senatorin für Wirtschaft neu aufgelegten Förderprogramms können Kleinstunternehmen (bis zu 10 Beschäftigte; bis zu 2 Mio. Euro Jahresumsatz) und Soloselbstständige in Bremen und Bremerhaven, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, Soforthilfen von bis zu 5.000 EUR im vereinfachten Verfahren und bei besonderem Bedarf bis 20.000 EUR erhalten. Die Unterstützung wird als Zuschuss zu den laufenden Betriebskosten gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden. Auf der Webseite Coronavirus – Hilfen für die Wirtschaft des Landes Bremen gibt es weitere Informationen und ein entsprechendes Antragsformular.

Bund

Für Kleinstunternehmer*innen bis max 10 Beschäftigte, Angehörige der Freien Berufe und Soloselbständige legt der Bund ebenfalls ein Soforthilfe-Zuschussprogramm auf. Folgende Eckpunkte wurden vom Bundeskabinett beschlossen:Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente); bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente). Die Mittel dienen als Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä., in Folge der Corona-Krise. Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden. Betriebe oder Selbstständige müssen im Zusammenhang mit der Coronokrise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sein. Der Schaden muss somit erst nach dem 11. März 2020 eingetreten sein. Das Programm hat die Bundesregierung am 23. März beschlossen. Noch in dieser Woche werden Bundestag und Bundesrat über dieses Programm entscheiden, sodass besagtes Programm ebenfalls bald starten kann. Die Mittel sollen über die Länder bereitgestellt werden. Für Niedersachsen wird dies die NBank sein, für Bremen die BAB. Diese Zuschüsse können ergänzend zu Landeszuschüssen beantragt werden, wenn ein entsprechender Bedarf begründet werden kann. Die Inanspruchnahme von Landes- und Bundesmitteln darf nicht zur Überförderung führen! Wann diese Mittel konkret beantragt werden können, ist zurzeit noch nicht bekannt.

Außerdem

Wir hoffen, du hast nun erstmal einen genaueren Überblick zur den Förderprogrammen, die infolge der Corona-Krise für dich in Frage kommen. Wir werden dir regelmäßig weitere Informationen und Updates zur Verfügung stellen. Wie du sonst auch noch schnell an Geld kommst, erfährst du z.B. im folgenden Podcast der FIRMENHILFE. Weitere Podcasts der FIRMENHILFE zur Corona-Krise gibt es HIER.

Quellen:

https://startup.nds.de/startup-support-niedersachsen-covid19

https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-%E2%80%93-Beratung-f%C3%BCr-unsere-Kunden.jsp

https://www.bab-bremen.de/bab/corona-soforthilfe.html

https://www.onlinehaendler-news.de/online-handel/praxistipps/132674-coronavirus-unternehmer-selbststaendiger-finanzielle-soforthilfe

https://firmenhilfe.org/corona-krise-meistern/