5. Prototypenparty Oldenburg: Zwei Handy-Apps begeistern das Publikum

Produkte und Dienstleistungen testen, die noch nicht auf dem Markt erhältlich sind. Dabei ist Feedback ausdrücklich erwünscht, damit die Prototypen kundenfokussiert angepasst und damit erfolgreicher werden. Genau darum ging es bei der Prototypenparty, die am 25.09.19 bei der Oldenburgischen Landebank AG (OLB) stattfand. Besonders überzeugen konnten dabei die beiden Handy-Apps „Luft nach oben“ und „Patavinus„.

 

1 Gastgeber, 7 Förderer, 10 Prototypen, 120 Feedbacker, 800 Euro Preisgeld. Das sind die Statistiken der 5. Prototypenparty in Oldenburg.

Viel wichtiger war aber die Möglichkeit, regionale Erfindungen und Gründungsvorhaben sichtbar zu machen sowie zu unterstützen. Wie genau das möglich wurde? Durch das Feedback der vielen Zuschauer, die intensiv die Prototypen auf Herz und Nieren testeten. Besonders gut kamen dabei die beiden Smartphone-Anwendungen „Luft nach oben“ und „Patavinus“ an, die sich über ein Preisgeld von 500 Euro (gesponsort von der Oldenburgischen Landesbank) bzw. 300 Euro (gesponsort von der Patentanwaltssozietät Jabbusch Siekmann & Wasiljeff) freuen durften. Aber was genau verbirgt sich hinter den beiden Apps und welche weiteren Prototypen wurden ausgestellt?

Alle Prototyper im Kurzprofil

Hinter Luft nach oben verbirgt sich eine Handy-App, die Transparenz in unseren persönlichen, individuellen CO2-Ausstoß bringen soll. Mit Hilfe des Programms sollen zudem Ansätze aufgezeigt werden,wie dieser gesenkt werden kann.

Patavinus ermöglicht es dem Finder von verlorenen Wertsachen, dem Besitzer sehr schnell zu helfen. Durch das Scannen eines QR-Codes kommt der Finder zu einem anonymen Chat und kann dem Besitzer mitteilen, wie und wo er/sie die verlorenen Wertsache zurückbekommt.

Hinter der Motion Soundbox verbirgt sich ein bewegungsgesteuertes, elektronisches Musikinstrument. Durch die intuitive Handhabung eröffnet es einen völlig neuen Zugang zur Musik, der aktuell insbesondere für die Inklusion benutzt wird.

Solar e-Cargo nutzt die bei Lastenrädern verbaute Ladefläche oder Kiste zum Anbringen von Solarmodulen. So wird die E-Lastenradmobilität unabhängig von der häuslichen Stromversorgung und kann im urbanen Bereich selbst bei kleinen Solarflächen ausreichend Energie selbst produzieren.

Current Games hat eine Spielekonsole entwickelt, die im Kontext von Teamevents und Teambuilding eingesetzt wird. Besonders hierbei ist, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander spielen und jeder nur eine einzelne Funktion des Spiels übernimmt (z.B. springen).

VetVise will unter anderem eine App entwickeln, die Tierbesitzer aufrufen können, wenn ihr Tier krank oder verletzt ist. Die App stellt einige fallspezifische Fragen, gegebenenfalls können außerdem einige Fotos hochgeladen werden. Ein Veterinär soll dann schnell und qualifiziert aus der Ferne eine erste Einschätzung zur Krankheit oder Verletzung des Tieres geben – und entscheiden, ob es nötig ist, einen Notdienst aufzusuchen.

Richtig wissenschaftlich wird es mit einer Apparatur zur Herstellung von Nanoelektroden. Diese wird für die elektrochemischen Analyse verschiedenster Oberflächen benötigt und soll künftig auch von Studierenden eingestzt werden können.

Computer Mack macht PC-Daten sicher vor Verschlüsselungstrojanern. Basis dafür ist ein USB-Verteiler mit einem USB-Eingang (Upstream) und mehr als einem USB-Ausgang (Downstream). Diese werden elektronisch so gesteuert, dass in einem fest einzustellenden Zeitintervall diese USB-Ausgänge eingeschaltet werden. Es ist jeweils immer nur einer der USB-Ausgänge eingeschaltet. Dafür werden Datenkanal und Stromversorgung aller USB-Ausgänge, die nicht benötigt werden, getrennt. So besteht keine Möglichkeit, an die Daten eines angeschlossen USB-Datenträgers zu gelangen und diese zu zerstören.

Anschwung ist der Titel für einen Prototypen, der als eine Art elektrisch unterstützer Bollerwagen fungiert und dabei flexible zu Fuß eingesetzt oder am Fahrrad befestigt werden kann.

Romantisch wird es mit einem Schmuckring der ganz besonderen Art, der als eine Art Projektor funktioniert. Er kann vor einer entsprechenden Lichtquelle platziert werden, um somit ein Bild (ähnlich wie bei einem Beamer) auf eine Fläche zu projizieren. Das Licht scheint durch das in den Ring eingelassene Bild hindurch und trifft auf den Achromaten. Die Linse vergrößert das Bild um ein Vielfaches und projiziert dieses auf eine entsprechend freie Fläche.

Unterstützung durch regionale Partner

Ein ganz besonderer Dank geht an alle Förderer, Unterstützer und Partner, die diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben. Das waren in diesem Jahr: GIZ gGmbH, Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) der Universität Oldenburg, Gertrud- und Hellmut Barthel Stiftung, OLB, Patentanwaltssozietät Jabbusch Siekmann & Wasiljeff, Oldenburgische IHK, Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! (IHJO), Technologiescouting innovativ NordWestEuropäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).